Die Entscheidung ist gefallen. Auch dieses Jahr wurden wieder die schlimmsten Datenverbrecher mit einer mehr oder weniger beliebten Gala geehrt.
Die BigBrotherAwards werden 10 Jahre alt. Höchste Zeit also, kritisch aber auch stolz Bilanz zu ziehen. Das Thema Datenschutz ist heute in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Heißt das, die BigBrotherAwards haben sich überholt? Wohl kaum, denn der unsichtbare, unfühlbare, anonyme, digitale „Große Bruder“ legt sich wie eine riesige Datenkrake über das Land. Dagegen helfen nur Aufklärung, Transparenz, gute Gesetze und – die Leidenschaft, sich für Freiheit und Bürgerrechte einzusetzen.
Wenn man einen Rückblick auf die politische Situation im Jahr 2009 wagt, dann wundert es einen nicht dass Wolfgang Schäuble und Ursula “Zensursula” von der Leyen ganz groß bei den Big Brother Awards abgesahnt haben.
Dr. Rolf Gössner, der die Laudatio hielt, fasste Schäubles Lebenswerk wie folgt zusammen:
Unser Lifetime-Preisträger hat sich in seiner Amtszeit als Architekt eines präventiven Sicherheitsstaates betätigt. Damit hat er als oberster Verfassungs- und Datenschützer, der er als Bundesinnenminister war, genauso grandios versagt wie weiland Otto Schily. Er ist dabei nicht nur seiner vornehmsten Aufgabe in keiner Weise gerecht geworden, sondern entwickelte sich selbst zu einem Sicherheitsrisiko – oder in seiner eigenen Diktion: zum “Gefährder” von Demokratie, Menschenrechten und Datenschutz.
Schärfer viel Alvars Kommentar zu von der Leyen aus:
Sie hat innerhalb der letzten zwölf Monate ein System zur Inhaltskontrolle im Internet vorangetrieben, das zu einer Technik von orwellschen Ausmaßen heranwachsen kann. Dazu und für ihren persönlichen Wahlkampf benutzte sie das Leid sexuell missbrauchter Kinder, ohne tatsächlich irgendetwas gegen Missbrauch zu unternehmen.
Herzlichen Glückwunsch!
(via basicthinking)
Währrend die große Breite der Medien von Ulla Schmidt Ausflug, auf Kosten des Steuerzahlers, berichtet wurde ihr die Show eigentlich schon längst gestohlen.
Ulla Schmidt war natürlich nicht dumm und hat ihr “Arbeitsfahrzeug” mit nach Spanien genommen. Kosten für den Steuerzahler 10.000€. Alle regen sich auf – zurecht!
Aber unsere Kanzlerin ist auch kein unbeschriebenes Blatt. Merkels Motto: Auf Kosten des Steuerzahlers mit dem Luftwaffen-Jet zur Buchpräsentation.
Natürlich wird darüber ja auch stillschweigen bewahrt. Einzig und alleine die Sylter Presse berichtete darüber! Es ist ja auch kurz vor der Wahl. Aber wer jetzt denkt Schmidt und Merkel sind die einzigen, die auf Kosten des Steuerzahlers fröhlich lachend durch die Welt bummeln, der liegt schonwieder falsch.
Unsere Freundin, Ursula von der Leyen alias Zensursula, reist wohl auch ganz gerne mit ihrem Dienstwagen. Ein Auszug aus dem Kopp-Verlag bietet weitere interessante Tatsachen:
Diese kontrollfreudige Dame, die von ihren Gegnern nur noch “Zensursula” genannt wird, verweigert weiterhin die Einsicht und Kontrolle der Fahrtenbücher ihrer Dienstwagen.
Unter anderem wegen der “Vielzahl von personenbezogenen Daten” in diesen Fahrtenbüchern argumentiert die Ministerin, sei eine Einsicht leider nicht möglich. Der Datenschutzbeauftragte des Bundes ist entsetzt. Das Argument der Frau von der Leyen können künftig dann wohl all jene, die Dienstreisen abrechnen müssen, unter Berufung auf die angeblich so seriöse Frau gegenüber dem Finanzamt nutzen: Einsicht ins Fahrtenbuch? Aus Datenschutzgründen abgelehnt!Frau von der Leyen, eine Tochter des früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten Albrecht, hat offenbar vor der Wahl ein Interesse daran, dass manche Dinge nicht an die Öffentlichkeit kommen: Früher fuhr sie mit der Bahn vom heimatlichen Niedersachsen in ihr Büro nach Berlin, heute hat sie vom Steuerzahler finanzierte Limousinen mit Chauffeur. Ihre Familie ist eine der großen EU-Agrarsubventionsempfänger in Deutschland. Und ihr geschätzterr Bruder, Hans-Holger Albrecht, der Schwarze öffentlich bei einer Ansprache als “Nigger” titulierte, verdient sein Geld unter anderem mit Online-Kasinos und Pay-TV-Sexfilmchen.
Vor der Wahl möchte die Familie aber eher nicht, dass Journalisten da im Familiennetzwerk einmal genauer hinschauen. Wohl auch nicht bei den Fahrtenbüchern. Deutsche Qualitätsjournalisten verstehen das offenbar – ducken sich und schauen brav weg.
Als quasi-Mitvertreterin der “Schäublischen” Theorie “Wer nichts zu verbergen hat, der hat auch nichts zu befürchten” sollte sie die Familienministerin da schon an die eigene Nase fassen. …
Und wieder wurde die Bundesfamilienministerin beim lügen erwischt. Wieder offenbart sie dem Volk falsche Fakten um ihr “Zugangserschwerungsgesetz” zu rechtfertigen. Diesmal live in einem Radio-Interview.
Das oberste Ziel muss sein, die Täter zu stellen. Das ist Polizeiarbeit. Und das zweite entscheidende Ziel muss sein, die Quelle zu löschen auf dem Server, wo sie sind. Aber da stößt man Grenzen, wenn der Server z.B in Indien steht. Ein Land, das keinerlei Ächtung von Kinderpornografie hat. Da können sie nicht mehr löschen.
Wie bitte? In Indien soll Kinderpornografie legal sein? In Indien ist Pornografie alleine schon illegal. Dann kann man ja auch davon ausgehen dass Kinderpornografie illegal ist. In Indien wird sogar strenger dagegen vorgegangen als in anderen Ländern.
Woher bekommt Ursula von der Leyen eigentlich ihre Fehlinformationen? Wenn die Frau Ministerin sich einfach nur mal 5 Minuten vor’s Internet setzen und Nachforschungen anstellen würde, dann würde sie selber merken wie fehlbar sie ist.
Aber dennoch lässt sich ihrem Zitat auch etwas gutes entnehmen. Anscheinend hat sie jetzt nun endlich begriffen das STOPP-Schilder nichts bringen und die Seiten tatsächlich gelöscht werden müssen. Nur leider, wie so oft, viel zu spät.
Am Freitag den 3.7.09 führte das ZDF eine Umfrage auf ihrer Seite über die Internetzensur durch (gezielte Sperrung von Internetseite im Kampf gegen Kindepronographie). Das Ergebnis war bis 19:10 Uhr eindeutig, von 147’900 abgegebenen Stimmen entschieden sich 97% dagegen und nur 3% dafür. Dieser übewältigende Aussage gegen eine Zensur hat wohl nicht ins Konzept gepasst, denn das ZDF löschte die Umfrage von ihrer Seite, ist nicht mehr aufrufbar. Siehe Screen-Shots der Umfrage mit dem eindeutigen Ergebnis und der Meldung “Seite nicht gefunden …”
Wenn man auf der Suchleiste des ZDF nach dieser Umfrage sucht, erscheint nichts. Es gibt das Gerücht, der Grund für die Entfernung sei, die Abstimmung wäre manipuliert (mehrfach abgestimmt). Nur, wie soll das gehen, wenn man nur einmal abstimmen kann? Ist rein technisch sehr gut zu verhindern.
Mittlerweile hat sich der Redaktionsleiter von heute.de, Michael Bartsch, zu dem Thema geäußert. Allerdings ist seine Aussage mehr als zweifelhaft. Manipulierte Umfrageergebnisse? Eine Löschung der Umfrage wegen zu hoher Beteiligung und daraus resultierender Unglaubwürdigkeit? Nun ist es ja wie folgt: Es ist doch völlig logisch dass man hohe Umfrageergebnisse mit einem brisanten Thema erzielt was so gut wie jeden, im Internet tätigen, Menschen betrifft. Die Behauptung das Ergebnis könnte manipuliert sein hat hier überhaupt gar keinen Halt. Eine sichere Umfrage zu entwickeln in der jeder nur einmal abstimmen kann, und das war/ist hier der Fall, ist wirklich nicht schwer. Solche Umfrage findet man auf fast allen größeren Internetseiten. Überall klappt es, nur bei der ZDF nicht??? Dann waren die dutzenden anderen Abstimmungen zu diesem Thema auf anderen Seiten wohl auch nur manipuliert.
Passt uns nicht, wird gelöscht … MfG, Ihre Redaktion
Anschauen und weitersagen!
… aber Zensursular weiß es selbstverständlich besser. Ich wünsche einen erfolgreichen Wahlkampf. /ironie
(via sebbi)