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20 Feb 10 Alkoholverbot ab 22 Uhr: Was ändert sich?

Gar nichts!

In England wurde sie vor kurzem abgeschafft, Baden-Württemberg führt sie jetzt wieder ein: Ab dem 1. März herrscht im gesamten Bundesland eine Art „Sperrstunde“.

Okay, hört sich zunächst schrecklich an. Immerhin will man ab und zu die Sau rauslassen. Ganz so schlimm, wie in England damals, wird es in BaWü nicht.

Von 22 bis 5 Uhr dürfen an Tankstellen, Kiosken und Supermärkten keine Alkoholika mehr verkauft werden. Innenminister Heribert Rech (CDU) sagte: „Wir müssen den nächtlichen Alkoholgelagen und damit der Aggression und Gewalt ein Ende setzen.“


Alkoholgelagen und damit verbunden Aggression und Gewalt ein Ende setzen – so der Leitsatz.
Kommen wir doch mal kurz auf unsere Jugend zurück. Die meisten von uns haben doch damals Alkohol konsumiert, richtig? Klar, heute ist alles schlimmer – das sagen zumindest die Medien. Waren aber damals die Medien als “Medium” schon so schnelllebig wie heute? Nein!

Tatsächlich ist es doch so dass der Alkoholkonsum dazu führt dass die Hemmschwelle singt. Das ist nunmal fakt. Fakt ist aber nicht, dass Jugendliche nach sinken der Hemmschwelle drauf losschlagen. Klar, es gibt immer graue Schafe, aber sollten wir deshalb alle unter einen Hut stecken? Ich weiss nicht so recht … Abgesehen davon: Wer kauft denn heute noch Alkohol an Tankstellen, Kiosken? In Supermärkten vielleicht, okay …
Die erste und zweite Alternative (Tankstellen und Kioske) fällt ja wohl für Jugendliche flach. Welcher Jugendlicher kann sich dass denn leisten? Eine Flasche Schnaps bei der Tankstelle kostet doch locker mal 10, wenn nicht 20 Euro. Und im Rudel kommt man damit nicht weit.
Da bleibt dann noch die dritte Alternative, der Supermarkt. Im Supermarkt gibt es ein “Super”-Sortiment. Das sagt ja allein schon der Name. Eine riesige Auswahl, aber ohne Altersbescheid (den es in Tankstellen und Kiosken auch gibt, aber statistisch eher vernachlässigt wird) bleibt man trotzdem auf dem Trockenen.

Okay, versetzen wir uns nun in die Lage eines durstigen 16-jährigen nach 22 Uhr in BaWü.

Fakt ist:

  1. Ich will Party, Schnaps und Spaß.
  2. Ich gehe zur Tanke und hole mir Alkohol.
  3. 50/50 Chance dass es klappt. Es hat nicht funktioniert.
  4. Ich schicke Mike, meinen 19-jährigen Freund, los.
  5. Ich habe Schnaps und bin um spätestens 1 Uhr morgens sturzbetrunken.

Oh, ich habe ganz vergessen die Schlägerei in den 5 Fakten zu erwähnen. Das könnte natürlich daran liegen, dass ich zu den 92% der Menschen in Deutschland gehören, die durch Alkoholkonsum nicht aggressiv werden.
Aber solchen Kram überlassen wir lieber der Politik …

P.S.: Ich bin gerade selbst mehr oder weniger alkoholisiert und schreibe diesen Beitrag. Auch wenn ich kein Jugendlicher bin, bin ich doch recht patriotisch. Und so sehe ich es als meine Pflicht an mich gleich, wenn ich in einen Club gehe, zu prügeln …

Nein, ich mach nur Spaß. Immerhin bin ich ja in NRW. ;-)

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Kommentare

  1. |

    Ich finde das Alkoholverbot ab 22.00 Uhr eine prima Sache.

  2. |

    Ganz ehrlich, die Jugendlichen kaufen die Sachen dann halt um 18 Uhr…und dafür mehr :( Traurig..

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